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6. WSG-TAG, (Video/Fotos) Das beste Ergebnis aller Zeiten

Der deutsche Nationalkader holte den 17. Platz und damit die beste Teamplatzierung bei den ISA World Surfing Games aller Zeiten! 

“A very small group are gonna go home with a medal. Most of us go home with a happy heart. We are all Winners”, so waren die Worte von ISA Präsident Fernando Aguerre bei der Eröffnung der World Surfing Games, und mit diesem Leitspruch im Ohr feiern Surfer, Coaches und Teamassistenten heute morgen unsere letzten drei Krieger Sonja Hönscheid, Nico von Rupp und Ruhrpottlongboarder Thomas Schmidt.

Thomas Schmidt steht heute Morgen wie auf Kohlen am Conteststrand. Mehrere Male wird sein Heat verschoben und Thomas wird immer hibbeliger: „Ich hatte eine richtig geile Einsurfsession gerade und bin nur raus gegangen, damit ich nicht noch vor dem Heat mein Brett zerhacke.“ Um 12:00 Uhr wird Tomy erlöst und legt einen raketenmäßigen Start im Heat gegen den Spanier Ricardo Fernandez und den Kanadier Glan MacDuff hin. Der Rote Baron, so wird Tomy heute dank gleichfarbigem Wetsuite und Lycra genannt, legt los, als ob es kein Morgen gäbe. Direkt zu Anfang erwischt er hintereinander drei Wellen und der Baron spielt aus, was er gelernt hat. Mit jeder Menge Crossteps und Hang Fives tänzelt er sich auf seinem Brett über die Schulter, surft in einer Welle gleich zwei Barrels und schließt seine Fahrten mit souveränen Floatern ab. Das Team an der Wasserkante dotiert jede Fahrt mit frenetischem Jubel und outet sich mit aufgeklebten T-O-M-Y Buchstaben auf dem Rücken als größter Fanclub am Strand. Dass der Spanier Ricardo Fernandez kurz vor Schluss noch an Tomy vorbeizieht und ihn auf den zweiten Platz setzt, tut der Stimmung keinen Abbruch. Auf den Schultern von Teamcoach Uli Scherb und Jan Groenendijk, dem Präsidenten des deutschen Wellenreitverbandes, wird Tomy zu Lande getragen und von Medienvertretern wie Teamkollegen umringt. 20 Minuten später geht Tomy schon für die nächste Runde ins Wasser. Sehr selbstsicher startet er gleich zu Beginn zwei Wellen an. Die sind aber mittlerweile sehr klein geworden und vom Wind zerweht. Tomy gelingen einige Hang Fives und Floater, aber der Mexikaner Pablo Bonila stiehlt unserem Helden mit einer brillanten Welleneinschätzung die Show. Für die übrigen Starter bleibt die Auswahl ein Pokerspiel, denn der starke Onshore macht fast unmöglich vorherzusagen, welche Welle offen bleibt und welche zumacht. Aber Pablo packt sich die richtigen Dinger und fährt pro Welle zwei bis drei steile Manöver. Auch der Italiener Marco Pistidda legt eine begnadete Show hin und setzt sich auf den zweiten Platz. Für Tomy und die Teamkollegen an der Wasserkante ist klar: Das Tor zu den vorderen zwei Plätzen wird verschlossen bleiben, aber Tomy gibt noch mal alles und verfehlt mit einer 6er Wertung nur knapp Rang 3.

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