Der zweite Wettkampftag
„The worst day at the beach is still better than the best day in the office!”
Exakt nach diesem Motto begrüßt uns der zweite Tag mit Nieselregen und den ersehnten größeren Wellen, aber auch stärkerem Onshore-Wind, der die Wogen durcheinander bläst – Mutter Natur zeigt sich heute von ihrer rauen Seite. Der Wettkampfbeginn wird zunächst verschoben, um die besten Bedingungen des Tages ausnutzen zu können. Somit ergibt sich spontan die Gelegenheit für einen Freesurf: Helfer und Teilnehmer springen gemeinsam ins Wasser und versuchen, in den wilden Brechern ein paar fette Wellen zu ergattern. Spaß pur, weil man nie genau weiß, wo die nächste Welle bricht. Doch schon kurz darauf reißt der Himmel auf und verwöhnt uns mit Sonne pur. Der Wind dreht auf Nord, also Sideshore, was auch den Wellen gut tut – Zeit, zum Wettkampfgeschehen zurückzukehren. Die Musik wird aufgedreht, immer mehr Zuschauer finden sich am Südpodium ein, während der wortgewandte Moderator Flo Mortan mit seinen unterhaltsamen Kommentaren aus dem Red Bull-Jeep für beste Stimmung sorgt. Bei über 20 Grad stellt sich endlich absolutes Urlaubsfeeling ein und alle genießen es, zusammen am Strand abzuhängen und den Wettkampf zu verfolgen.
Zunächst beginnt um 11.15 Uhr am Nordpodium die Hoffnungsrunde der Open-Class mit guten, weit über Kopf hohen, Wellen. Die Surfer, die gestern weniger Glück hatten und sich nicht direkt für die nächste Runde qualifizieren konnten, erhalten heute eine weitere Chance, die Judges zu überzeugen. Sie stürzen sich in kraftvolle Wellen und surfen mit einer Menge Power. Dazu kommen heftige Wipe Outs, die das Publikum am Strand genauso unterhalten wie die gelungenen Manöver. Die Spannung nimmt zu, da es für die Akteure um das Weiterkommen oder das endgültige Aus im Wettkampf geht. In den knappen Heats setzen sich unter anderem Tim Schubert, Clemens Krack, Paul Günther und Alexander Tesch mit guten Wertungen durch, da sie besonders radikale Manöver in die Wellen schlitzen.
Anschließend kommen die Senioren zum Zug:Gerry Schlegel erzielt mit 14 Punkten die Tageshöchstwertung. Als die Master-Class an der Reihe ist, werden die Bedingungen schwieriger. Bretter brechen und die gnadenlose Strömung macht den Kontrahenten zu schaffen. Vermehrt treiben Freesurfer versehentlich durch die Wettkampfzone und erschweren den Job der Judges und Athleten.
Trotzdem gehen die „älteren Herren“ gut ab: Frithjof Gauss begeistert die Menge am Strand noch einmal und wird für seinen Mut mit gut 13 Punkten belohnt. Als immer weniger Wellen Potential für gute Bewertungen liefern, beschließt die Contest-Leitung jedoch, die verbleibenden Heats auf den morgigen Tag zu verschieben. Erwartet werden dann nahezu ideale Bedingungen mit solidem Swell und Offshore Wind von morgens bis abends – fingers crossed… Gestartet wird morgen daher in allen Klassen und an beiden Podien, um allen Surfern die Gelegenheit zu bieten, ihr Können in den besten Wellen zu zeigen.
Auch nach dem offiziellen Teil ist der Strandtag für die Meisten noch nicht zu Ende: In geselliger Atmosphäre wird die spätsommerliche Sonne genossen. Bei entspannter Musik chillen einige noch am Strand, andere versuchen weiterhin unermüdlich ihr Glück in den Wellen. Abgerundet wird der Eventtag am Abend mit Bildern und Impressionen der letztjährigen Meisterschaft.Der z









