Review Keep Surfing
Björn Richie Lobs Kinodebüt keep surfing ist eine fesselnde Dokumentation über die Welle im Eisbach und sechs damit verbundene Persönlichkeiten. Neben beeindruckenden Surfaufnahmen stehen vor allem die Personen im Fokus des Films. Sechs Menschen, die alle durch die Welle im Herzen Münchens verbunden werden und doch Alltage führen, die verschiedener nicht sein könnten. Wechseln sie nach Feierabend ihre Arbeitskleidung gegen Wetsuits sind sie alle eins: Surfer aus Leidenschaft
Björn Richie Lob war Regisseur, Autor, Kameramann und Produzent zugleich. In der fünfjährigen Produktionszeit erhielt er Unterstützung von Tobias N. Siebert („Geschichte vom weinenden Kamel“) als Koproduzent. Ergänzt werden die Kameraaufnahmen durch einige Privataufzeichnungen von Dieter Deventer, die die Anfänge des Flusssurfens -des Brettlfahren- vor über 30 Jahren zeigen. Auf dem Filmfest in München 2009 war keep surfing der erste ausverkaufte Film und erhielt den Bayern3-Publikumspreis.
Der Film beeindruckt zum einen durch die vielen verschiedenen Kameraperspektiven -teils wacklig aber sehr authentisch- die einem das Gefühl vermitteln mittendrin zu sein und den Spray um die Ohren geschossen zu bekommen. Auch die Lachmuskeln kommen hier und da auf ihre Kosten. So treibt es einem ein Lächeln ins Gesicht wenn man sieht, wie Walter -der Hausmeister der Welle- seinen Spot verteidigt und dabei auch für den neunmaligen Surfweltmeister Kelly Slater keine Ausnahme macht. Das Besondere an keep surfing aber ist, dass er eine unglaublich positive und optimistische Stimmung verbreitet wenn man sieht, wie die Jungs mit einem Strahlen in den Augen und einem Lächeln im Gesicht ihren Spaß im Wasser haben und dabei ewig jugendlich zu sein scheinen.
Gedreht wurde keep surfing an den Münchner Spots -Eisbach, Floßlände und freie Isar- aber auch an internationalen Schauplätzen. So folgte Lob Quirin Rohleder nach Tahiti, Eli Mack nach Kanada und Walter Strasser nach Sardinien. Eingeleitet wird der Film durch dramatische Szenen von einem Hochwassersurf in Frankreich.
Der Soundtrack zum Film wird von Philip Stegers aka Lee Buddha beigesteuert. Er schrieb den Score und wählte passende Musikstücke anderer Bands aus. Die Musik untermalt die Bilder des Films und rundet den Film perfekt ab. Der Soundtrack lässt sich charakterisieren als ein Mix aus klassischen Surfklängen, rockigen Beats und traditionell bayrischen Instrumenten.
Fazit: Ein Film der Spaß macht, mit einem Appell an den Mut zu unkonventionellen Lebenskonzepten. Die tollen Aufnahmen gepaart mit perfekt zugeschnittener Musik gleichen die hier und da auftauchenden Längen des Films voll aus und machen keep surfing zu einem absolut sehenswerten Filmerlebnis.
(Ein Text unserer Gastautorin Antje Schönfelder, Fotos: Pipelinepictures)








Björn am 27. April 2010 um 07:25
Für jemanden, der von dem Leben in München (Bayern) keinen blassen Schimmer hat nicht schlecht geschrieben. Aber man merkt, dass du die Locations noch nie selber gesurft bist, sonst würdest du ein bißchen anders denken und dies auch so äußern. Schön-Rederei was ihr betreibt. Wahnsinn!!!!
uli am 27. April 2010 um 18:23
guter Kommentar,
man muß ja auch selber schon mal im Championsleague finale gewesen sein um darüber schreiben zu dürfen…