Herbst in Neuseeland
Während es in Deutschland immer wärmer wird, verabschiedet sich hier in Neuseeland der Sommer so langsam. Die Tage werden kürzer und aufgrund der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit wird es jetzt abends schon um halb sieben dunkel. Dennoch ist der Herbst wahrscheinlich die beste Jahreszeit zum Surfen in Neuseeland.
Das Wasser hat noch knapp 20 grad aber vor allem die wechselnden Winde sorgen für gute Surfbedingungen an allen Küsten Neuseelands. Denn während Winter und Frühjahr meist von andauerndem Westwind geprägt sind und im Sommer auch mal lange Flat-spells vorkommen können, gibt’s im Herbst oft gute Bedingungen an allen Küsten. Für die Westküste, die von der Swell-Maschine Tasman-Sea versorgt wird, heißt das häufige offshore Winde und daher super saubere Bedingungen.
Zudem sorgen die Ostwinde auch dafür, dass regelmäßig Ostswells auf die Küsten der Coromandel, Bay of Plenty oder sonstigen Ostküste treffen. Dort warten dann schon wohlgeformte Sandbänke und sobald der Wind mal wieder dreht (was er recht häufig in Neuseeland tut) gibt es auch dort hochklassige Wellen. Hinzu kommt noch der ein oder andere Cyklon der aus der Tropenzone Wellen schickt.
Einerseits sind wechselnde Winde vorteilhaft, weil es immer irgendwo offshore weht, andererseits heißt dass allerdings auch dass man um gute Wellen zu finden schon ab und zu die Küste wechseln muss.
Kein allzu großes Problem, denn zum Beispiel von Auckland ist man in 1,5 stunden an guten Spots an der Ostküste oder in einer Stunde an einem der Zahlreichen Westküsten Strände. Auch von Neuseelands Surfhub Raglan ist man in 2,5 stunden an der Ostküste in Mt. Maunganui. “The Mount” wie die Kiwis sagen ist die Surfhauptstadt der Bay of Plenty. Das Klima ist hier etwas milder als an der Westküste. Die Wellen sind nicht so konstant wie an der Westküste aber, wenn ein Swell reinrollt, trifft dieser meist auf offshore Wind und wohlgeformte Sandbänke Von daher zog’ s auch mich in den letzten Wochen ab und zu rüber zum Mount…
(Text und Fotos von unserem Gastautor Gunnar Lubahn)







