Steph Gilmore rockt Snapper zum Saisonauftakt
Einen besseren Start in ihr nun viertes Jahr auf der ASP World Tour hätte es für die dreifache Weltmeisterin Stephanie Gilmore kaum geben können: Als Gewinnerin des Roxy Pros 2010, der vergangene Woche in Coolangatta an der australischen Gold Coast stattfand, konnte sie vor ihrer gewaltigen heimischen Fangemeinde ihren Stammplatz Nummer 1 im Ranking verteidigen und sich neben 1.200 Ratingpoints ein Preisgeld von 15.000 US Dollar sichern.
Von Contestbeginn dominierte die 22-Jährige Australierin das Lineup und postete gleich in Runde 1 mit 17.37 Punkten das höchste Heattotal des Events. Gilmore, die im unweit liegenden Tweed Heads aufwuchs, konnte ihren Heimvorteil in wechselhaften Wellenbedingungen, die sie selbst als „not so great“ bezeichnete, klar ausnutzen und so Melanie Bartels (27) aus Hawaii im Finale auf den zweiten Platz verweisen.
Größere Schwierigkeiten bereitete ihr einzig die 15-Jährige Tyler Wright, die als Wildcard in den Contest startete. Die kleine Schwester von Owen Wright (20), der in diesem Jahr als Rookie auf der ASP Men’s World Tour mitsurft, gilt als unglaubliches Talent und konnte, trotz ihres jungen Alters, schon für traumatische Erlebnisse unter den ASP-Veteraninnen sorgen, als sie 2008 beim Beachley Classic in Sydney, ebenfalls als Wildcard, den ersten Platz belegte. Auch beim Roxy Pro an der Gold Coast zeigte Tyler wieder eine starke Peformance und postete in Runde 3 gegen Steph Gilmore – einer Verletzung am Arm zum Trotz – eine 9.30. In den schwierigen Bedingungen gelang es ihr jedoch nicht eine weitere Welle mit gutem Scoring Potential zu finden, weshalb Gilmore mit zwei 8-Point-Rides in das Viertelfinale einziehen konnte, wenn auch um einige Nerven ärmer.
ASP-Rookie Lee-Ann Curren (20, FRA), seit einigen Jahren die erste Europäerin auf der Tour, legte mit einem Sieg gegen unter anderem die ehemalige Weltmeisterin Sofia Mulanovich (26) aus Peru einen soliden Start in ihre Karriere hin, fiel in Runde 3 jedoch der Brasilianerin Silvana Lima (25) zum Opfer. Mit ihrem smoothen Style hinterließ Curren aber sowohl bei Judges, Publikum und Konkurrenten einen bleibenden Eindruck und lässt auf weitere Erfolge hoffen – vielleicht bereits beim Ripcurl Pro in Bells Beach, Australien, der von 30. März bis 5. April stattfinden wird.
Die Results aller Heats des Roxy Pro ab Runde 3 sind wie folgt:
Finale:
1 – Stephanie Gilmore (AUS) 12.40
2 – Melanie Bartels (HAW) 10.35
Semifinal:
SF 1: Stephanie Gilmore (AUS) 16.00 def. Coco Ho (HAW) 9.17
SF 2: Melanie Bartels (HAW) 13.00 def. Chelsea Hedges (AUS) 10.30
Quarterfinal:
QF 1: Coco Ho (HAW) 14.33 def. Sally Fitzgibbons (AUS) 14.07
QF 2: Stephanie Gilmore (AUS) 12.00 def. Rebecca Woods (AUS) 5.47
QF 3: Chelsea Hedges (AUS) 16.60 def. Silvana Lima (BRA) 9.83
QF 4: Melanie Bartels (HAW) 11.43 def. Sofia Mulanovich (PER) 9.76
Runde 3:
Heat 1: Coco Ho (HAW) 15.17 def. Amee Donohoe (AUS) 3.97
Heat 2: Sally Fitzgibbons (AUS) 16.33 def. Bruna Schmitz (BRA) 14.87
Heat 3: Rebecca Woods (AUS) 14.60 def. Paige Hareb (NZL) 11.80
Heat 4: Stephanie Gilmore (AUS) 16.00 def. Tyler Wright (AUS) 14.30
Heat 5: Silvana Lima (BRA) 14.33 def. Lee Ann Curren (FRA) 6.50
Heat 6: Chelsea Hedges (AUS) 13.50 def. Rosanne Hodge (ZAF) 12.17
Heat 7: Melanie Bartels (HAW) 13.23 def. Jessi Miley-Dyer (HAW) 12.97
Heat 8: Sofia Mulanovich (PER) 14.27 def. Carissa Moore (HAW) 11.37
Weitere Infos und Photos zum Roxy Pro, sowie Heats on Demand und Backstagematerial findet ihr unter www.roxypro.com.au.
(Text: Katy Link; Fotos: www.aspworldtour.com)







