Profile: Bede Durbridge
Um den Hattrick der Australier für die Saison 2009 zu komplettieren und das Land in einen unvergleichbaren Freudentaumel zu stürzen hat sich Bede Durbridge von niemand geringerem als ASP World Master Champ Gary „Kong“ Elkerton fit machen lassen. Das Resultat spricht für sich, nach seinem phänomenalen 2. Platz 2008, surft sich Bede 2009 erneut unter die Top 3 der ASP. So wie Brasilien weltklasse Fußballer produziert, so ist Australien bekannt dafür einige der besten Wellenschlitzer zu produzieren. Wahrscheinlich sind Sonne, Strand, Meer und Surfen in die DNA der Australier eingepflanzt, wie auch bei Bede Durbridge. Oder die Jahre um 1980 sind in Australien einfach allesamt nur gute Surfjahrgänge …
Bede „Durbo“ Durbridge oder auch „the white Fijian“, wie der 1,80 Meter regular foot heute in der Presse oft genannt wird, erblickte am 23. Februar 1983 als Sohn von Christine und Chris Durbridge in Brisbane, Australien, das Licht der Welt. Als eines von 5 Kindern lernte Bede schon früh sich durchzusetzen und verbrachte wie so viele Kids in Queensland jede freie Minute beim Surfen. Wenn die Wellen mal ausblieben, vertrieb sich Bede mit Fischen, Golfen oder auch Fußball die Zeit. Doch seine Leidenschaft gehörte dem Meer, den Wellen und dem Aerial Surfen. Nachdem Bede schon früh in der Australischen Junior Series surfte, steigt er 2002 in die ASP WQS Tour ein mit dem Traum eines Tages zu den ganz großen seines Sports zu zählen.
Nach 4 Jahren auf der WQS gelingt Bede 2005 erstmalig der Sprung in die Eliteliga der ASP. In den ersten zwei Jahren sammelt Bede wertvolle Erfahrungen, kann aber nie so richtig glänzen und gilt als einer der Underdogs der Tour (2005: 29. Platz, 2006: 15. Platz). Doch dann kommt das Jahr 2007. Ohne Sponsor und fast schon vollends demotiviert gewinnt Bede die Billabong Pipeline Masters und sichert sich die Vans Hawaiian Triple Crown of Surfing. Plötzlich ist Bede in aller Munde und beendet das Jahr mit dem 5. Platz. Eine beachtliche Leistung, die Bede wieder neue Sponsoren einbringt und in Ihm das Feuer weckt 2008 als ein noch besserer Surfer an den Start zu gehen.
Im Februar 2008 heiratet Bede seine Freundin Tarryn Pennell. Das Paar feiert eine romantische Hochzeit mit 150 barfuss laufenden Gästen unter denen sich auch Bedes Freunde Taj Burrow, Mick Fanning und Joel Parkinson befinden. Mit dem Meer im Hintergrund und beim Song „Somewhere over the rainbow“ gibt sich das glückliche Paar das Ja-Wort.
Die Ehe scheint auch einen positiven Einfluss auf Bedes Surfen zu haben, denn das Jahr 2008 surft Bede fast wie im Rausch und jagt niemand anderen als Kelly Slater. Auch wenn in Europa schon feststeht, dass es für den World Title nicht reichen wird, gibt Bede noch einmal Gas, gewinnt den Hang Loose Santa Catarina Pro in Brasilien und wird hinter Kelly Slater zur Nummer 2 der Welt. Mit seiner Vorliebe für massive Hacks und seinem Arsenal an Aerial Manövern legt Bede auch 2009 wieder ein unglaubliches Jahr hin und beendet die Saison wieder einmal ohne Hauptsponsor als Nummer 3 der Welt.
Zeit sich Sorgen zu machen hat Bede schon länger nicht mehr und warum sollte er sich überhaupt sorgen? Es scheint in den letzten Jahren eine unsichtbare Routine zu greifen, die für den Mann der nun in Currumbin, Australien lebt nur positive Ereignisse mit sich bringt. So bekommt Bede noch vorm Jahresende 2009 mit Fox Clothing einen potenten Sponsor, der sich nicht lumpen lassen wird Bede als Zugpferd im Surf Programm einzusetzen. Mit weiteren Sponsoren wie Ocean Minded Schuhe, OAM Zubehör, Mt. Woodgee Surfboards, Xcel Neos, Freestyle Uhren und Green Stuff Surf Wax genießt Bede sein Leben und surft seine Lieblingswelle in Straddie mit Ikonen und Freunden wie Kelly Slater, Andy Irons und Joel Parkinson. Man darf gespannt sein, ob Bede 2010 wieder zu den heißen Eisen gehören wird. Life is good down under für Bede Durbridge trifft diese Aussage wohl 100% zu.
Wer mehr über den „white Fijian“ wissen will oder auch einfach nur gute Surfpics sehen will, sollte mal bei www.bededurbridge.com vorbeisurfen.
(Text: Jens Espenhahn, Fotos: aspworldtour.com)









