Profile: Mick Fanning – 2009 ASP World Tour Champion
Bevor die aktuelle ASP World Tour Saison Ende Februar in Australien offiziell startet, wollen wir euch in den nächsten Wochen einige der Surfer etwas näher vorstellen. Freut euch auf Portraits der letztjährigen Top-3 der World Tour und der 3 Wildcards für diese Saison. Den Anfang macht natürlich unser aktueller Champ Mick Fanning.
Das Tourjahr 2009 muss man wohl zu einem der spannendsten und dramatischsten Titelrennen, seit Kelly Slater und Andy Irons zählen. Zum Ausklang der ASP Tour 2009 auf Hawaii, stellt das Australische Triumvirat Fanning, Parkinson und Burrow die Welt des Surfens auf den Kopf und sorgt so für ordentlich Party-time down Under. Doch wer ist der 2009 ASP World Tour Champion Mick Fanning eigentlich? Wie gelang es ihm nach 2007 zum 2. Mal die Krone des Surfens nach Australien zu holen? Fast rewind ins Jahr 1981.
Am 13. Juni 1981 kommt Eugene Michael „Mick“ Fanning oder wie er auch heute gerne wegen seines superschnellen Surfens genannt wird, der „White Lightning“ in Penrith in New South Wales, in Australien zur Welt. Surfen ist damals schon Volkssport in Australien und so beginnt der 5-jährige Mick in Ballina mit dem Surfen. Sein Ehrgeiz wird aber erst im Alter von 12 Jahren so richtig geweckt, als die Familie Fanning nach Tweed Heads zieht und er mit seinem Kumpel Joel Parkinson fortan richtig Gas gibt. Der Natural (Regular) Surfer Fanning eifert seinen Idolen wie Taylor Knox, Mark Occhilupo und Luke Egan nach und wird zu einem der besten Surfer in Queensland. 1996 ersurft er sich einen Podiumsplatz bei den Australian National Titles. Von da an nimmt seine Karriere Ihren Lauf.
Fanning sammelt Sponsoren, wie andere Muscheln im Sand. Rip Curl nimmt Mick unter Vertrag und es folgen Reef Footwear, Creatures of Leisure, Dragon Sonnenbrillen und Red Bull. Alles scheint auf einen neuen australischen Surfstar hinzudeuten. 1998 surft Mick zum ersten Mal auf der WQS Tour der ASP mit, doch dann geschieht das Unfassbare. Micks Bruder Sean stirbt bei einem Autounfall, zusammen mit Joel Green, einem weiteren begabten Surfer. Die australische Surfwelt ist geschockt und trauert. Für Mick beginnt eine harte Zeit, in der er versucht seinen Schmerz durch Alkohol zu betäuben.
Nur langsam gewinnt das Surfen wieder an Bedeutung, wie z.b. 2001 als Mick eine Wild Card für den Rip Curl Pro in Bells Beach bekommt und diesen gewinnt. Im Jahr 2002 scheint Mick seinen Fokus endlich wiedergefunden zu haben und wird, nachdem er den Billabong Pro Jeffrey’s Bay gewinnt, zum Rookie of the Year ernannt. Mit diesem Ergebnis qualifiziert er sich zum ersten Mal für die WCT und surft ab nun mit den besten Surfern der Welt. 2003 kommt es in Kalifornien jedoch zu einem unschönen Auftritt von Mick, als er betrunken in eine Siegerehrung stürzt und Kelly Slater verwundert dastehen lässt. Kurz darauf bekommt Mick eine Signature Sandale von Reef, mit einem in der Schuhsohle eingelassenen Flaschenöffner. Mick wird spätestens jetzt zum Kultsurfer.
Im Jahr 2004 dann ein weiterer Schock. Während eines Bootstrips rutscht Mick nach einem Floater aus und reißt sich den hinteren Oberschenkelmuskel ab. Zurück in Australien steht nur noch eine OP zur Auswahl. Es beginnt eine 2-jährige Rehazeit, in der Mick zu einem fokusierten Modellathleten wird. Von nun an trainiert er rigoros mit Gymnastikbällen und Gummibändern, ernährt sich gesund und engagiert einen Personal Trainer. Das neue Ziel heißt: ASP World Champion. Schon 2007 erreicht Mick sein neues Ziel und wird zum ersten Mal zum ASP Champion gekürt.
Mick wird zum Aushängeschild von Rip Curl und arbeitet fortan eng mit seinem Shaper Darren Handley zusammen, um sein Equipment noch besser mit seinem Surfing abzustimmen. In einem dramatischen Tourjahr surft Mick schon 2009 zu seinem zweiten ASP Championship und das im letzten Contest der Saison, dem Pipeline Masters auf Hawaii. Ein 9. Platz reicht, um seinen Freund Joel Parkinson auf Rang 2 der Rangliste zu verweisen. Der Rest ist bereits bekannt…
Mick genießt die Contest freie Zeit mit seiner Frau, dem Modell Karissa Dalton in seiner Wahlheimat Coolangatta und surfen tut er wahrscheinlich auch ein wenig. Solltet Ihr bald mal in Snapper Rocks oder Duranbah unterwegs sein, so haltet Auschau nach dem „White Lightning“; he is out there, for sure Mate.
Mehr Infos über Mick gibt es u.a. hier:
http://twitter.com/Mick_Fanning
http://www.mickfanning.com.au/
(Text: Jens Espenhahn, Fotos: aspworldtour.com)








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