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Moore’s WCT-Debüt & das große Zittern um die Qualifikationen

Carissa MooreIhre Biographie liest sich wie ein Surfer-Märchen: Geboren am 27. August 1992 in Honolulu, Hawaii, steht Carissa Moore im zarten Alter von 3 Jahren zum ersten Mal auf einem Surfbrett. Mit gerade einmal 8 Jahren ergattert sie einen Sponsoring-Vertrag bei Roxy. Mit 11 den ersten NSSA-Titel, dem im Laufe der nächsten 7 Jahre noch 10 weitere folgen sollen –  nicht nur in der Mädels-Devision. Mit 14 Jahren der Sieg gegen 7-fachen World Champion Layne Beachley an der Gold Coast. Mit 15 die legendäre Perfect 10 in einem Men’s WQS-Contest. Mit 16 Jahren der Wechsel zum neuen Sponsor Red Bull – durch den Vertrag über 750.000$ ist sie der nun bestbezahlte, weibliche Surfer aller Zeiten.  Im selben Jahr, 12 Jahre nach Lisa Andersen, die erste Frau auf dem Cover des US „Surfer“ Magazines – Titel: „Carissa Moore surfs better than you!“.  Und das alles als High-School-Schülerin.

Diese Zeiten sind jedoch vorbei – Carissa hat nun ihre Graduation in der Tasche und wird im nächsten Jahr endlich Full-Time auf der WCT durchstarten, was sie vergangenes Wochenende prompt mit einem Sieg bei Stop Nr. 6 der Women’s Dream Tour in Sunset Beach, Hawaii – voraussichtlich zum letzten Mal als Wildcard – gefeiert hat. Man darf gespannt sein, welche Überraschungen die 17-Jährige bei denkbar hohen Erwartungen („The best girl ever to set foot on a surfboard“) in den folgenden Jahren noch bereit halten wird.

Carissa MooreEines kann man jedoch schon jetzt sagen: Das kommende Jahr wird für die gerade frisch gekrönte, dreifache Weltmeisterin Stephanie Gilmore (21, AUS) und Konsorten alles andere als einfach. Denn das Finale des Gidget Pro Sunset, in dem Steph Gilmore mit ihren 21 Jahren die älteste Surferin war, kann fast schon symbolisch betrachtet werden: Die Rookies haben das Sagen.

Um hier nur ein paar Beispiele zu nennen: Die 18-Jährige Sally Fitzgibbons (AUS), bislang die jüngste Surferin auf der Tour, konnte mit einer Perfect 10 im Semifinal und einem zweiten Platz im Gesamtergebnis beeindrucken. Alana Blachard (19, HAW), Siegerin von Triple Crown Event No. 1 in Haleiwa, schaffte um ein weiteres den Einzug in das Finale. Und die 15-Jährige Wildcard Malia Manuel (HAW) verwies Silvana Lima (25,BRA), aktuell No.2 im WCT Ranking, bereits im Viertelfinale in die Schranken.

Schon in diesem Jahr konnten einige WCT-Veteranen, darunter Megan Abubo (31, HAW) und Amee Donohue (29, AUS), mit dem hohen Level jüngeren Generation, darunter etliche Rookies dieser Saison, nicht mehr mithalten und sich für das nächste Jahr qualifizieren. Für Samatha Cornish (29, AUS) und Jacqueline Silva (30, BRA), beide ebenfalls schon seit Jahren auf der Tour, steht noch alles offen, in jedem Fall benötigen sie ein gutes Ergebnis in Honolua Bay, Maui, dem letzten Event der Women’s WCT 2009, um den Sprung in die Top 10 zu schaffen.

Weitere Wackel-Kandidaten sind Alana Blanchard (19, HAW), aktuell Platz 13 im WCT-Ranking, sowie Roseanne Hodge (22, ZAF) und Paige Hareb (19, NZL), beide auf Platz 9, die ihre Qualifikation ebenfalls nur durch ein gutes Ergebnis in Maui sicher könnten. Über die WQS können sie sich allesamt nicht mehr qualifizieren, im Gegensatz zu Jessi Miley-Dyer (23, AUS), die schon seit 3 Jahren diesen Weg in die Dream Tour erfolgreich nutzt.

Für Bruna Schmitz (19, BRA), die übrigens mit WCT-Surfer Jeremy Flores (21, FRA) liiert ist, heißt es abwarten: Wenn Rebecca Woods (25, AUS) oder Paige Hareb in Honolua Bay gut genug abschneiden und nicht auf ihr WQS-Ergebnis zurückgreifen müssen, ist Schmitz‘ Platz auf der Tour gesichert.

Alles in allem ein spannendes Rennen – wie es sich entscheidet, wird sich bis spätestens 20. Dezember in Honolua Bay herausstellen.

Auf http://www.billabongpro.com/maui09 gibt es bereits erste Highlights von Runde 1 bis 3, leider gibt es bislang keinen Live-Webcast.

(kal)

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