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Local Hero: Timo Eichner

Timo EichnerEs gibt Sonnenscheinsurfer und Warmwassersurfer. Und es gibt die, die absolut immer, wenn es Wellen gibt, ins Wasser gehen, ganz gleich ob Sonne, Sturm, oder Fische vom Himmel fallen. Zugegeben, bei +3°C Wassertemperatur im Norderney’schen Winter in die Nordsee zu hechten, ist sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, doch für Timo Eichner sind fette Wellen eben fette Wellen, da darf man dann nicht unbedingt wählerisch sein.

Aufgewachsen auf Norderney (und wehe dem, der „auf der Norderney“ sagt!), hat er so ziemlich alle Bedingungen, die die Nordsee zu bieten hat, schon miterlebt. Und da Norderney nicht vom exotisch warmen Indischen Ozean sondern von der rauen Nordsee umgeben ist, bietet es nicht jeden Tag die perfekten 2m Offshore Bedingungen aus dem Lehrbuch. So kann es auch vorkommen, dass er mit ein paar Kumpels bei oben genannten +3°C den Winterbarrels von Norderney dick eingepackt mit Hoodie und Booties voller Vorfreude entgegenpaddelt.

Wer so viel Spaß und Leidenschaft für das Surfen aufbringt, dass er bei Bedingungen rauspaddelt, wo so einige selbst ernannte „Soulsurfer“ am Strand ein Bier zischen und dabei diskutieren, wie unsurfbar diese Close Out Sections doch seien, nur um eine Ausrede parat zu haben, um nicht rauspaddeln zu müssen, der hat es mehr als verdient, hier als Local Hero vorgestellt zu werden. Schließlich durfte er bereits 2002 bei den World Surfing Games als Junior für Deutschland starten. Schaut man Timo beim Surfen zu, erkennt man bei jedem einzelnen Turn, wie viel Freude er daran hat und wie konzentriert er an die Sache geht.

Timo EichnerEs ist kaum verwunderlich, dass bereits mehrere Finalteilnahmen, unter anderem beim Soulwave, auf sein Konto gehen und er beim Indoor Surfing Contest auf Borkum den 1. Platz belegte. An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass er bei den diesjährigen ADH Open neben einem hervorragenden 3. Platz in der Open Class auch wahrscheinlich die beste Partycrew von ganz Seignosse hatte. Lediglich die Tatsache, dass Timo trotz dem erreichten 3. Platz und der dadurch durchweg positiven Repräsentation seiner Uni von dieser keinerlei finanzielle Unterstützung für den Event zugesichert bekam, war für ihn Anlass zu Kritik an den diesjährigen ADH Open. Positiv in Erinnerung blieb ihm auch das Format der Sweet ’n’ Salty Tour, bei der er sich mit weiteren namhaften Eisbach- und Nord- bzw. Ostseesurfern auf einen Roadtrip zu verschiedenen Salz- und Süßwasserwellen begab.

Timo, der momentan in Oldenburg Sport studiert, jedoch immer wenn es Wellen gibt zurück auf die Insel fährt, hat seiner norddeutschen Heimat bereits des Öfteren den Rücken gekehrt, um Wellen an anderen Orten der Welt zu surfen; so hat ihn seine Passion bereits nach Südafrika, Irland, Marokko, sowie auf die Kanaren, Malediven, Lombok und Bali gebracht, um nur einige Locations zu nennen. Obwohl er in naher Zukunft noch mehr Wellen der Welt sehen und surfen möchte, will er nach dem Studium nach Norderney zurückkehren. “Home is where the heart is” trifft hier wohl am besten zu, wenn man seine nasskalte Heimat um keinen Preis mit einem exotisch warmen Pointbreak auf Hawaii tauschen würde.

Timo wird gesponsert von Fatum Surfboards, Faith 21 und Light Wetsuits.

(akf)

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