Header Gewinnspiel Community Lineup Verband

Das Wunder von Hermosa – Made by Pura Dieter

Strömender Regen und harter Onshore: „Das sind meine Bedingungen. Die kenn ich aus meiner Heimat!,“ meint der Kölner Dieter Gerards zu seinen Mitstreitern im Heat und macht dann seinem neuen Spitznamen „Superdieter“ alle Ehre. Im ersten Heat kickt Dieter die Schweiz raus und zieht auf Platz zwei, hinter den USA, in die zweite Hauptrunde ein. Siegestaumel im Team und Vorfreude auf Heat zwei. 1 ½ Stunden später ist es dann wieder soweit – nicht nur die Wetterverhältnisse haben sich dramatisch verändert, auch die Konkurrenz sieht übler aus: Ecuador, Tahiti und Brasilien wollen Dieter an die Wäsche. Aber das Team ist sich sicher: Superdieter wird das Kind schon schaukeln und hält wacker, „Ist es Dieter, Dieter oder Dieter?“ singend die Stellung an der Wasserkante, während rings herum die Welt im Regen untergeht.

Die Spannung ist unvorstellbar, denn Dieter wartet knappe zehn Minuten, bis er eine Welle anstartet. Das Team tanzt trotzdem am Strand, singt Dieter Ständchen und badet fahneschwenkend im Meer, denn da ist es eindeutig wärmer als an Land. Und dann schießt Dieter los, packt sich eine linke Welle und haut reichlich Reentries und Floater in die Wand. Wir drehen durch. Regen egal, weiter tanzen und Dieter spürt die Vibes, nimmt sich eine nächste, noch steilere Welle und fährt radikale Manöver. Hat das gereicht für Platz zwei? Wie warten gespannt auf die Durchsage. Doch die Computer haben Probleme, man muss sich gedulden. Zermürbende Minuten verstreichen, kurz vor Heatende. Mit Bangen verfolgen wir jeden Surf der Heatkonkurrenz, während Dieter zurück ins Line Up paddelt. Dann die Durchsage: eine 5er und eine 6er Wertung. Dieter ist Heaterster! Alle drehen durch springen, sich in die Arme und wirbeln sich gegenseitig durch die Luft. Niemand kann es fassen. Mit diesem Score gewinnt er nicht nur den Heat, er holt sich gleichzeitig sogar den höchsten Heatscore des Teams seit Beginn der WSG und zieht als Einziger in die dritte Hauptrunde ein. Pura Vida für Deutschland dank Pura Dieter.

Fotos vom deutschen Team gibt es in der Galerie (klick)
und auf billabongpro.com

Leider hat Tino Steinborn das nötige Glück gefehlt, der Wahl Costa Ricaner und ehemalige hamburger Türsteher und sylter Local, schied knapp in der Repercharge aus, obwohl ihm nur eine 1 Punkt Welle gefehlt hätte.

Superdieter muss morgen wieder ran und wird, in vorhergesagten Riesenwellen, zeigen, was er drauf hat. Aber schon jetzt ist er zur Legende geworden, die ISA hielt bereits fleißig Interviews mit dem Newcomer und er wird sicherlich das Topthema der heutigen WSG Berichte.

Der Tagesbericht vom 4. August: Favoritensterben

Was war denn da heute los? Nicht nur Thomas Lange hats erwischt, auch Miky Picon flog heute raus. Tags zuvor voll da und konzentriert, wirkte Thomas in seinem Rep 3 Heat gegen Marco Fernandez (BRA), Roy Powers (HAW) und Federico Pilurzu (ITA) nicht so richtig sortiert.

Er setzte sich taktisch unüberlegt weit links von den übrigen Surfern, so ersparte er sich zwar kräftezehrende Paddelraces, aber erwischte nicht die richtig dicken Dinger. Italien und Hawaii schnappten sich die großen Schultern und fuhren das Ding nach Hause.

Alle Fotos zum Event findet ihr in unserer Galerie (klick)
und auf billabongpro.com

“Echt Schade, ich hab viel falsch gemacht in dem Heat und hätte mich anders positionieren sollen. Bin sauer auf mich, weil ich mir hier echt eine bessere Platzierung ausgerechnet hatte.” Aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen, Dieter Gerards und Tino Steinborn wollen morgen auf dem Longboard wieder für Deutschland punkten.

Momentan auf Platz 23, liegt Deutschland bereits vor Ländern wie Großbritannien, Canada, Guatemala oder der Schweiz.

(leg)

Ein Kommentar
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Strom und Internetausfall nach schwerem Sturm… Sind in ein paar Stunden hoffentlich wieder online…
    Liebe Grüße vom Team!

Schreibe einen Kommentar