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ADH Open 2009: Die Sieger stehen fest

Update: Auf dieser Seite findet ihr nun alle drei Tagesberichte in chronologischer Reihenfolge. Den Abschlussbericht inklusive der Sieger der verschiedenen Klassen findet ihr ganz unten.

Einige Fotos zum Event findet ihr in unserer Galerie – Hier klicken

Weitere Fotos gibt es u.a. hier bei wavetours.

Erster Wettkampftag bricht Weltrekord

Bereits um 7:30 Uhr erschallt das Startsignal am Strand in Seignosse Plage (Südfranzösische Atlantikküste) und die Headjudges Jo Ziegler und Carla Twelkemeier eröffnen die diesjährigen ADH Open 2009.

Der morgen empfing Surfer und Fans mit bedecktem Himmel und durchwachsenem Wetter. Gegen Mittag riss der Himmel auf und strahlender Sonnenschein sorgte für reichlich Sonnencremeverbrauch und gute Laune.

Aufgrund der widrigen Wellenvorhersage für die zweite Wochenhälfte, entschieden Contestorganisatoren und Veranstalter, den jetztigen Swell auszunutzen und so wurden auf zwei Podien rekordmäßige 80 Läufe bereits am ersten Contesttag in den Klassen Open Men und Longboard Men gesurft. „Vermutlich ist das internationaler Weltrekord an gesurften Heats an einem Tag“, kommentiert Uli Scherb Eventdirektor der ADH Open 2009.

Starker auflandinger Wind, unruhige Wellen und starke Strömungen machten es den Surfern am ersten Wettkampfstag nicht leicht, doch alle Surfer zeigten wahren Kampfgeist im Wasser und an Land. Die mitgereisten Fans sorgten am Strand für ausgelassene Stimmung und lautstarke Unterstützung ihrer „Helden“.

Die Favoriten in der Klasse Open Men beeindruckten wiedereinmal Fans und Judges am Strand und konnten sich souverän durch die ersten drei Runden in der Open Men Kategorie kämpfen.

Gerry Schlegel aus München erntete mit 8 von 10 möglichen Punkten Tagesbestnote und unterstrich mit seinen radikalen Top-to-bottum Surfen seine Ambitionen auf einen weiteren Titel. Auch Letztjahressieger Arthur Wystrychowski aus Berlin ist mit großem Ansporn angetreten um seinen Titel zu verteidigen.

Nach dem elfstündigen ersten Arbeitstag gehen heute alle früh ins Bett um beim größten deutschen Surfcontest aller Zeiten, am nächsten morgen wieder fit zu sein, um weiter Deutsche Surfgeschichte zu schreiben. Die Spannung bei Wettkämpfern und Fans auf den morgigen eventuellen Finaltag, bestimmt vermutlich die Träume Vieler, der knapp 1000 angereisten Deutschen Studenten

Nervenkitzel am Finaltag

Die Wellenvorhersage für die nächsten Tage: Abschwächender Swell und kaum Wellen für Seignosse Plage. Klare Sache für die Contestleitung, aus dem zweiten Wettkampftag wird gleichzeitig der Finaltag.

Das größte Starterfeld bei einem deutschen Surfcontest wird damit in einer absoluten Rekordzeit von 1,5 Tagen zu Ende gesurft. „Wir wollen den Surfern die Möglichkeit bieten in den bestmöglichen Konditionen Ihr Können zu zeigen“, kommentiert Eventdirector Uli Scherb.

Der Tag beginnt mit den Open Frauen. In cleanen, schönen Wellen schenken sich die über 30 Girls nichts. Favoritin und letztjährige Longboardsiegerin Daniela Kraemer von der Uni Heidelberg erwischt keine guten Wellen und scheidet überraschend in Runde 2. aus. Sie macht Platz für die vier Open Frauen Finalistinnen Carla Twelkemeier (SpoHo Köln), Charlene Thoms (Uni Potsdam) und Doris Then (Uni Duisburg-Essen) und Eva Bernhard (Uni Trier).

Bei den Longboard Frauen kämpfen lediglich 8 Surferinnen um eine Finalteilnahme. Daniela Cramer – zu ihrer alten Form zurückgefunden – kämpft sich gemeinsam mit Carla Twelkemeier (SpoHo Köln), Charlene Thoms (Uni Potsdam) und Doris Then (Uni Duisburg-Essen) ins Finale vor.

Auch die Longboard Männer beißen sich durch. In den teils über Kopf hohen Shorebreak Wellen fahren sie riskante Manöver und bieten den Zuschauern spektakuläre Action nah an der Wasserkante. Die längeren Surfbretter fliegen dabei nicht immer ganz kontrolliert durch die Luft und sorgen für einige Beulen und sogar blutige Nasen. Schlussendlich können sich Adrian Siebert (Uni Kiel), Julian Knoll (Uni Tübingen), Christian Müller (Uni Passau) und Chris Landrock (Uni Bremen) einen Startplatz für das Finale sichern.

Bei den Open Männern ist Nervenkitzel pur angesagt. Während sich Gerry Schlegel (Uni München) relativ problemlos ins Finale surft, ist das Ausscheiden von Arthur Wystrychowski (Uni Berlin), dem Vorjahressieger, in Runde 4 die große Überraschung des Tages. Nordsurfer Timo Eichner (Uni Oldenburg), Geburtstagskind Matthias Möller (Uni Mainz) und Jens-Phillip Petersen (HCU Hamburg) dürfen um den Titel im Finale surfen.

Die Entscheidung, den Contest bereits am zweiten Contesttag zu Ende zu surfen, trifft bei Surfern und Fans auf breite Zustimmung. „Die Bedingungen in meinem Heat waren die besten die ich mir vorstellen könnte, es ist unglaublich gelaufen“, beschreibt Adrian Siebert seinen Lauf. Die Finalläufe stellen die vorherigen Heats in Sachen Spannung und Nervenkitzen komplett in den Schatten – hunderte Fans feuern ihre Helden von der Wasserkante mit frenetischem Jubel an.

Bevor am Mittwoch die Universitäten in einem Team Wettkampf gegeneinander antreten, heizen am Abend die Freiburger Band „Ragtag and Bobbytale“ und DJ Pohle den Studenten richtig ein. Über Tausend Studenten feiern auf dem Campgelände bis in die frühen Morgenstunden eine unglaubliche Party, bei der Augen wie Partylocation nicht trocken bleiben.

Bis zur Siegerehrung am Mittwoch bleibt es somit spannend, wer schlussendlich mit den Titeln nach Hause fährt. Die Wettervorhersage ist hervorragend für die kommenden Tage. Unter strahlend blauem Himmel werden die Studenten Beachvolleyball-, Beachball- und Strandfußballturniere austragen oder einfach nur relaxt am Strand und im Meer chillen.

Titel gehen nach München, Essen/Duisburg, Heidelberg und Kiel

Knapp tausend mitgereiste Studenten, die eine Woche lang an der französischen Atlantikküste in Seignosse-Plage für reichlich Action sorgen, feiern bei der abschließenden Siegerehrung die ADH Open 2009 mit absolutem Stimmungshoch.

Aufgrund schlechter Wellenprognosen für die zweite Wochenhälfte wird der größte deutsche Surfcontest aller Zeiten in gerade mal 1,5 Tagen gesurft. Ein Starterfeld von mehr als 220 an deutschen Hochschulen und Universitäten eingeschriebenen Studenten kämpft in den Klassen Open Men, Open Women, Longboard Men und Longboard Women um die Titel der diesjährigen ADH Open 2009 organisiert von Wavetours und dem DWV.
Der Finaltag wird in soliden kopfhohen Shorebreakwellen ausgetragen. Bereits in den Halbfinalläufen der verschiedenen Klassen wird deutlich das Niveau der Surfer im  Vergleich zu den Vorjahren ist deutlich gestiegen. Favoriten und Herausforderer scheitern gleich reihenweise gegenüber neuem Talent.

Der traditionelle Team Contest (eine Mischung aus Kostümball, Surfcontest und Strandaufräumaktion) zeigt Einfallsreichtum und Kreativität. Bewertet wird hier Teamperformance und Style. Die Uni Freiburg, die nicht nur ihre Surfer im Wettkampf lautstark unterstützt hat, fährt mit dem Teamtitel nach Hause und wird von allen Anwesenden für ihre Performance gefeiert.

Bei den Longboard Frauen kann Daniela Cramer (Uni Heidelberg) ihr frühes Ausscheiden in der Open Women Klasse mit einem verdienten Titel  kompensieren. Platz zwei geht knapp an Carla Twelkemeier (SpoHo Köln). Mit den Plätzen drei und vier müssen sich Charlene Thoms (Uni Potsdam) und Doris Then (Uni Duisburg-Essen) begnügen.

Bei den Open Frauen bricht Nervenkitzel der Extraklasse aus, als die Teilnehmerinnnen das Wasser betreten. Doris Then besticht während des gesamten Contests mit deutlichen Manövern und wird zurecht Deutsche Hochschulmeisterin. Carla Twelkemeir (SpoHo Köln) muss sich mit einem weiteren zweiten Platz begnügen, Charlene Thoms (Uni Potsdam) ist als Newcomerin des Events die große neue Entdeckung bei den Damen und bringt einen dritten Platz und eine Wildcard für die Quiksilver German Champs (Deutsche Meisterschaften), die vom 10. – 20. Oktober in Mimizan ausgetragen werden, mit nach Hause. Eva Bernhard (Uni Trier) belegt den vierten Platz.

Die Männerklasse der Longboarder bietet einen wahren Augenschmaus. Nah an der Wasserkante wird um jede Welle gekämpft und die Surfer zeigen Action auf höchstem Niveau. Adrian Siebert (Uni Kiel) unterstreicht seine Ambitionen auf einen Titel, surft die Wellen am radikalsten und sichert sich zudem eine Wildcard für das DWV Nationalteam, welches Ende Juni in Costa Rica bei den ISA Billabong World Surfing Games für Deutschland an den Start geht. Julian Knoll (Uni Tübingen) sichert sich den zweiten Platz, während Christian Müller (Uni Passau) und Chris Landrock (Uni Bremen) sich mit den Plätzen drei und vier zu Frieden geben müssen.

Das Finale der Open Men präsentiert dann deutsches Surfen der Superlative. Timo Eichner (Uni Oldenburg), Matthias Möller (Uni Mainz), Jens-Phillip Petersen (HCU Hamburg) und Gerry Schlegel (Uni München) liefern den Fans und Judges eine spektakuläre Vorstellung. Am Eisbach in München groß geworden gilt Gerry für viele als Favorit und sichert sich mit Bestnoten im Contest den Titel. Auch er verdient sich damit völlig zurecht eine Wildcard für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Costa Rica und wird gemeinsam mit den besten Deutschen Surfern unser Land bei den ISA Billabong World Surfing Games vertreten.

Die Zeit bis zur Siegerehrung wird sinnvoll mit Aktionen von Strandfussball, Surf Flohmarkt, Flunky Ball bis Cross Golf sowie einem abwechslungsreichen Abendprogramm (Live Konzerte, Videoabend, Völkl und Rockstar Night) überbrückt, was bei Studenten, Organisatoren und Fans für ausgelassene Festival Stimmung sorgt.
Die abschließende Rockstar Players Night schließt die ADH Open 2009 ab, die präsentiert wird von RipCurl und Surfers.

(tmt via DWV)

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