Rip Curl Pro: Neues Event-Format / Aus für Marlon Lipke
Große Enttäuschung im europäischen Lager bei den Rip Curl Pro Bells Beach. Zum ersten Mal in dieser Saison wurde das neue Event-Format gesurft und nach nur einer Runde müssen neben dem Deutschen Marlon Lipke auch Aritz Aranburu (Baskenland) und Miky Picon (Frankreich) die Koffer packen.
Das neue System
Es bleibt bei 48 Surfern pro Event. Die Top 10 der ASP Tour des letzten Jahres werden in jedem Event direkt in die zweite Runde gesetzt. Darüber hinaus werden in den ersten drei Events des Jahres auch die Plätze 11 bis 16 der Vorsaison in die zweite Runde gesetzt. Ab dem vierten Event werden die dann jeweils aktuellen Plätze 11 bis 16 des ASP Rankings in die zweite Runde gesetzt. Die erste Runde setzt sich auf 32 Surfern zusammen. Platz 17 bis 27 der Vorsaison der ASP Tour sowie Platz 1 bis 15 der Vorsaison der WQS sowie 3 Saison-Wildcards und 3 Sponsoren-Wildcards. Diese 32 Surfer der ersten Runde treten Mann gegen Mann an, wobei der Verlierer unmittelbar aus dem Event ausscheidet. Die Sieger werden zu den 16 gesetzten Surfern in die zweite Runde gesetzt. Das neue System wird in dieser Saison voraussichtlich auch in Teahupoo, J-Bay, Mundaka und Pipeline eingesetzt. Ab 2010 wird das neue System verpflichtend für alle Events sein, wenn auf einem der nächsten ASP Board-Meetings nichts gegenteiliges beschlossen wird.
Mittelfristiges Ziel ist es darüber hinaus die 32 in Runde 1 startenden Surfer aus einem jeweils zum Zeitpunkt des Events aktuellen Ranking aus ASP World Tour und WQS gemeinsam zu ermitteln, sodass gute Leistungen auf der WQS unmittelbar belohnt werden und nicht erst zum Saisonende.
Als erster “Europäer” startete Michel Bourez (franz. Polynesien) gegen den Hawaiianer Roy Powers. Michel konnte sich deutlich durchsetzen, wobei Roy mit einer Mini-Wertung von 6.26 den niedrigsten kombinierten Heat-Score des Tages für sich behalten musste und an diesem Tag kein starker Gegner war.
Im fünften Heat des Tages trat Marlon Lipke gegen Dayyan Neve (Australien) an. Marlon kam über eine kombinierte Wertung von 7.6 Punkten nicht hinaus und befand sich am Ende des Heats in einer Combo-Situation, d.h. er hätte beide gewertete Wellen verbessern müssen, um den Heat noch für sich zu entscheiden. Ironie des Schicksals beim frühen Ausscheiden von Marlon ist, dass Dayyan ein strikter Gegner des neuen Event-Formats ist.
Denkbar knapp hingegen war das Ausscheiden von Aritz Aranburu, dem im sechsten Heat des Tages gegen Kieren Perrow (Australien) am Ende nur 0.27 Punkte für den Einzug in die nächste Runde fehlten. Auch hier zeigte sich die ganze Härte des neuen Systems, da im Vergleich zum alten System für die Verlierer der ersten Runde keine Möglichkeit mehr besteht über die Hoffnungsrunde zurück ins Hauptfeld zu gelangen.
Im rein französischen Duell zwischen Tim Boal und Miky Picon hatte der Youngster Tim die Nase am Ende vorne und setzte sich mit der höchsten Punktzahl eines Europäers in dieser Runde mit 14.50 Punkten gegen Miky durch.
Prominentestes Opfer der neuen Regeln war der ASP Rookie des Jahres 2008 Dane Reynolds (USA), der gegen Wildcard-Surfer Owen Wright (Asutralien) den Kürzeren zog.
Die beste Performance lieferte der in dieser Saison erstarkte Südafrikaner Jordy Smith, dem mit 18.50 der höchste kombinierte Heatscore des Tages gegen Wildcard-Surfer Matt Wilkinson (Australien) gelang.
Die Ergebnisse der ersten Runde in der Übersicht:
Heat 1: David Weare (ZAF) 13.00 def. Nathaniel Curran (USA) 11.16
Heat 2: Michel Bourez (PYF) 12.33 def. Roy Powers (HAW) 6.26
Heat 3: Jay Thompson (AUS) 14.66 def. Heitor Alves (BRA) 6.60
Heat 4: Taylor Knox (USA) 15.84 def. Phillip MacDonald (AUS) 10.16
Heat 5: Dayyan Neve (AUS) 14.00 def. Marlon Lipke (DEU) 7.60
Heat 6: Kieren Perrow (AUS) 12.50 def. Aritz Aranburu (EUK) 12.23
Heat 7: Jihad Khodr (BRA) 10.83 def. Patrick Gudauskas (USA) 8.50
Heat 8: Owen Wright (AUS) 13.50 def. Dane Reynolds (USA) 10.50
Heat 9: Jordy Smith (ZAF) 18.70 def. Matt Wilkinson (AUS) 11.66
Heat 10: Adam Robertson (AUS) 9.56 def. Chris Davidson (AUS) 9.00
Heat 11: Mick Campbell (AUS) 13.83 def. Josh Kerr (AUS) 9.84
Heat 12: Dean Morrison (AUS) 13.10 def. Nic Muscroft (AUS) 10.17
Heat 13: Kekoa Bacalso (HAW) 12.83 def. Ben Dunn (AUS) 11.77
Heat 14: Drew Courtney (AUS) 14.42 def. Greg Emslie (ZAF) 11.83
Heat 15: Tim Boal (FRA) 14.50 def. Mikael Picon (FRA) 11.46
Heat 16: Tiago Pires (PRT) 13.50 def. Dustin Barca (HAW) 11.17
Daraus ergeben sich die folgenden Zweitrunden-Heats:
Heat 1: C.J. Hobgood (USA) vs. Mick Campbell (AUS)
Heat 2: Chris Ward (USA) vs. Taylor Knox (USA)
Heat 3: Kai Otton (AUS) vs. Dayyan Neve (AUS)
Heat 4: Joel Parkinson (AUS) vs. Michel Bourez (PYF)
Heat 5: Mick Fanning (AUS) vs. Tiago Pires (PRT)
Heat 6: Bobby Martinez (USA) vs. Tim Boal (FRA)
Heat 7: Damien Hobgood (USA) vs. Jordy Smith (ZAF)
Heat 8: Kelly Slater (USA) vs. Owen Wright (AUS)
Heat 9: Bede Durbidge (AUS) vs. Adam Robertson (AUS)
Heat 10: Tom Whitaker (AUS) vs. Jihad Khodr (BRA)
Heat 11: Adriano de Souza (BRA) vs. Drew Courtney (AUS)
Heat 12: Jeremy Flores (FRA) vs. Kekoa Bacalso (HAW)
Heat 13: Taj Burrow (AUS) vs. Jay Thompson (AUS)
Heat 14: Tim Reyes (USA) vs. Kieren Perrow (AUS)
Heat 15: Adrian Buchan (AUS) vs. Dean Morrison (AUS)
Heat 16: Fredrick Patacchia (HAW) vs. David Weare (ZAF)
Aufgrund abnehmenden Swells ist noch nicht sicher, ob die zweite Runde bereits heute Nacht (deutscher Zeit) gestartet werden kann. Alle weiteren Ergebnisse zu den Rip Curl Pro Bells Beach erhaltet ihr natürlich direkt hier im Lineup-Mag.







