Musikreview: Vampire Weekend
Ezra Koenig und Chris Tomson, Rostam Batmanglij und Chris Baio. Diese Namen klingen wie die Besetzungs von Heat 5, Round 1 der Rosarito Pro in Mexico vom 3. – 5. März.
Falsch gedacht. Diese vier Studenten der New Yorker Columbia University bilden die Besetzung von Vampire Weekend. Der Name lässt einen schon wieder vom Thema ab- und zu einem schlechten Hollywood-Gruselfilm hinschweifen. Allerdings passt die Musik der Truppe nicht wirklich zu ihrem Namen. Fröhliche, helle Songs teilweise mit Adaptationen afrikanischer Rhythmen wie beispielsweise des kongolesischen Soukous geben Vampire Weekend ein weltliches und doch New-York-typisches Gesicht.
In Deutschland weitgehend unterhalb des Radars des Otto-Normal-Hörers geblieben, wurden sie in den USA von New York Times und Rolling Stone hochgelobt. Cape Cod Kwassa Kwassa wurde von letzterem sogar auf Platz 67 der besten 100 Songs 2007 gewählt. Daraufhin traten Vampire Weekend bei David Letterman und in anderen US-Talkshows auf und ihr gleichnamiges Album erreichte Platz 17 der US-Charts.
Doch wer gibt schon was auf Zahlen wenn die Musik einen an etwas erinnert. Der Anfang von A-Punk ist für mich perfekt passend für den Anfang eines Surf-Movies. Boston hingegen bringt einem, wie könnte man es anders erwarten, die Großstadt akustisch dargestellt. Mit manchmal etwas wirren Texten verpassen sie ihren Songs das gewisse Etwas, dass sie hörenswert macht.
Wer die Jungs live in Deutschland sehen möchte sollte sich die folgenden Felder im Kalender neon-grün ausmalen. Am 18., 21., 22. und 23. Mai spielen Vampire Weekend in Köln, Hamburg, Berlin und München.
(lew)









