Zwischenstand zu den Billabong XXL Big Wave Awards 2009
Zum neunten Mal finden dieses Jahr die Billabong XXL Global Big Wave Awards statt. 1 Jahr lang haben Big Wave Surfer aus aller Welt Zeit um sich für die begehrten Titel zu bewerben. Die letzten 2 Monate der 1-jährigen Contestdauer sind angebrochen und mehrere Surfer von Australiens Big Wave Elite haben Chancen auf eine Nominierung.
Mit 130.000$ Preisgeld sind die Billabong XXL Awards die Oscars des Big Wave Surfens. Teilnahmeberechtigt ist jeder Big Wave Surfer, der egal an welchem Surfbreak der Welt, die fettesten Wellen während des 1-jährigen Contest-Fensters scored.
Das Event endet am Ende des Winters der nördlichen Hemisphäre am 20. März. Am 17. April findet die traditionelle Preisverleihung in Kalifornien statt, wo sich Creme de la Creme des Big Wave Surfens trifft.
Der West-Australier Damien „Taco“ Warr ist Teil der verrückten, australischen Meute die sich große Hoffnungen auf den XXL Titel machen darf. Mit seinem Monster-Ride an einem Secret Spot vor der west-australischen Küste ist er ein Anwärter für die mit 15.000$ dotierte Biggest Wave Kategorie. Seine Welle misst über 15m, was einem 5-stöckigem Haus entspricht.
„Die Bedingungen an diesem Tag waren einfach perfekt. Leichter ablandiger Wind, Sonnenschein und noch dazu war es der erste große Swell des Jahres, also war keiner sonst da,“ so Warr. „Ich weiß noch wie wir raus aufs Meer zu dem Riff, das etwa 3 Kilometer von der Küste entfernt liegt, gefahren sind. Von der Seite konnten wir diese riesigen Wellen beobachten wie sie Top to Bottom brachen. Als wir uns auf den Weg zur Take Off Zone machten kam eine ganze Serie von Sets rein. Wir ließen das erste Set durch und das zweite Set war einfach ein Monster. Es war mit Abstand die größte Welle, dich ich jemals gesurft bin. Du bist total fokussiert auf das, was gerade passiert und vergisst alles um dich. Du denkst nur daran die Welle zu schaffen und sicher zu gehen, dass die Welle nicht auf dich bricht. Ich möchte mir gar nicht vorstellen was so eine Lippe mit deinem Körper anrichtet, wenn sie dich erwischt,“ schildert er diesen Tag im April 2008. „Ich dachte nie, dass ich schon auf dem Level bin wie die großen Big Wave Surfer aus USA, Hawaii oder Europa. Das meine Welle von der Wettbewerbsleitung registriert wurde ist schon eine Ehre, nun wirklich nominiert zu sein ist einfach der Wahnsinn,“ sagt Warr über seinen Beitrag zu den Awards.
Der amtierende Champion in der Biggest Wave Kategorie ist der Kalifornier Mike Parsons, mit seiner Welle in Cortes Bank. Sie maß über 20 Meter und brachte ihm zusätzlich den Weltrekord für die größte jemals gesurfte Welle.
Ein anderer heißer Anwärter in der Biggest Wave Kategorie ist der Südafrikaner Grant „Twiggy“ Baker, der am Tafelberg Riff vor Kappstadt die größten Wellen rippte, die in Südafrika jemals in Angriff genommen wurden. Baker werden auch gute Chancen für den Monster Paddle Awards eingeräumt. Zusammen mit seinem südafrikanischen Kumpel James Taylor teilte er sich eine Welle während des Semifinales des Red Bull Big Wave Contests in Dungeons im Juli 2008. Der Südafrikaner paddelte bereits früher in der Saison in mehrere, riesige Wellen in Mavericks/ Kalifornien, und machte sich damit einen Namen als Paddle-In Charger.
Unter den australischen Favoriten, für den mit 50.000$ honorierten Ride of The Year, ist Ryan Hipwood von der Gold Coast, für seinen Sprung über eine Stufe in einer mächtigen Tube von Shipstern Bluff/ Tasmanien. Mark Mathews ein Surfer aus Sydney ist für seine riesige Tube in „The Right“, einer erst kürzlich entdeckten Welle in West-Australien, nominiert. Ein weiterer Australier, der sich in dieser Kategorie Hoffnungen machen darf ist James Hollmer-Cross/ Hobart, für seine lange und unglaublich dicke Barrel in Shipstern Bluff/ Tasmanien.
„Das wäre schon eine verrückte Sache unter die Top 5 Nominierungen in irgendeiner von diesen Kategorien zu kommen“, sagt Hipwood. „Es wäre ein Traum nominiert zu werden und zu der Preisverleihung nach Kalifornien eingeladen zu werden.“
Sowohl Hipwood als auch Mathews sind auch für den Monster Tube Award nominiert, der das eindrucksvollste Foto eines Surfers in einer Big Wave Tube prämiert. Shipstern Bluff in Tasmanien liefert regelmäßig Wellen, die es in die Billabong XXL Awards schaffen, wie Dylan Longbottom’s Siegerwelle des Monster Tube Awards 2005. „Shippies ist mit Sicherheit eine der härtesten Wellen der Welt,“ meint Hipwood. „Wenn du da draußen bist und siehst wie viel Power diese Welle hat, haut dich das einfach um.“
Bislang sind über 330 Bewerbungen aus aller Welt eingegangen. Australien, Chile, Tahiti, Mexico, Puerto Rico, Spanien, Südafrika, Oregon und Kalifornien sind unter den bisherigen Locations vertreten. Verwunderlicherweise ist bislang keine Welle aus Hawaii, normalerweise ein Fixpunkt bei dem XXL Format, eingegangen.
Noch ist es wohl etwas früh für die Down Under Surfer um Koffer zu packen, denn im Februar entstehen laut Statistik einige der heftigsten Stürme und damit riesige Wellen im Nordatlantik und Nordpazifik. Europa sah in dieser Saison auch schon einige enorme Swells, die leider meist von schlechtem Wetter begleitet waren und keine optimalen Bedingungen boten.
Die Billabong XXL Global Big Wave Awards sind die wichtigsten, prestigeträchtigsten Awards im Big Wave Business und ehren die außergewöhnlichen Leistungen der Big Wave Surfer auf der ganzen Welt in der letzten Saison. Wenn der Contest am 20. März endet, werden noch in derselben Woche die Nominierten für folgende Kategorien verkündet: Billabong XXL Ride of the Year, Billabong XXL Biggest Wave, Monster Paddle-In, Monster Tube, Surfline Best male Performance and the Billabong Girls Best Performance.
Für weitere Infos zu den Billabong XXL Awards besucht die offizielle Website www.BillabongXXL.com
(clr)







