Musikreview: The Cat Empire
Unser Musikexperte Lennart hat wieder ein Review verfasst. Viel Spaß mit dem Text und der Musik
“Gäbe es eine Wikipedia-Seite, die den größten Party-Band gewidmet wäre, würden The Cat Empire mindestens Dreiviertel davon einnehmen. Oder sie sollten es zumindest.” – So liest man aus einer bekannten Australischen Musikquelle. Und man muss dem Autor Recht geben. Jeder Song, jedes Album verbreitet diese Gute-Laune-Party-Stimmung mit der man am Liebsten sogleich alle Freunde einladen würde und bis zum nächsten Morgen durchfeiern möchte.
Begründen lässt sich das nicht so leicht. Ein Grund ist, dass zehn bis zwölf Musiker die Bühne beziehungsweise das Studio stürmen, wenn The Cat Empire musizieren. Darunter Bandleader Felix Riebl (mit österreichischem Vater und australischer Mutter) hinter dem Mikrofon, Musikgenie Olli McGill, der neun Musikinstrumente beherrscht und Jamshid “Jumps” Khadiwala, der als DJ zuletzt zu The Cat Empire stieß und ihnen die Welt des Hip-Hop näher brachte. Die Musiker selbst mit ihrem Groove sind ein weiterer Grund für den Erfolg und die gute Musik der Gruppe.
The Cat Empire – Sly
The Cat Empire entstand 1999 und bestand aus dem bereits genannten Felix Riebl, Olli McGill und Ryan Monro. Sie spielten ein paar Gigs in Melbourner Bars, waren aber nicht richtig erfolgreich. Bis zum Jahr 2001 kamen dann die restlichen drei Mitglieder der Stammband dazu. Stammband? Ja, The Cat Empire bestehen eigentlich nur aus sechs Musikern. Doch The Empire Horns, The Empire Dancers und über 50 Gastmusiker begleiteten beziehungsweise begleiten The Cat Empire ins Studio oder auf die Bühnen dieser Welt.
Das charakteristische Band-Logo, schlicht und ergreifend als Pablo bekannt, setzt sich aus einer Krone und dem Auge einer Katze zusammen. Max Riebl, jüngerer Bruder des Bandleaders, entwarf Band Logo und Namen und hatte bereits einige Gastauftritte mit The Cat Empire.
Soviel zu den Förmlichkeiten. Die Musikrichtung lässt sich schwer beschreiben. In der bereits genannten Musikquelle wird The Cat Empire als Pop abgestempelt. Fragt man Felix Reibl bekommt man als Antwort: “There is no genre really, we like to bring styles out of genres and just play whatever we feel like playing. If you had to call it something you could just call it good music.” Doch dem bürokratischen Deutschen reicht auch das nicht. Um es zu präzisieren: Ska, Reggae, Alternative, Rock, Pop, Hip-Hop, Indie, Latin und Funk. In diese Genres lässt sich The Cat Empire gerne nieder. Und in manchen Songs sind auch wirklich alle Genres vertreten.
The Cat Empire – Hello
Die Alben sind auf den ersten Blick ziemlich gleich gehalten, doch die Unterschiede offenbaren sich erst nach mehrmaligem Hören. Die letzte Europatour von The Cat Empire lief im November und Dezember des letzten Jahres. Seitdem hat The Cat Empire auch eine immer größer werdende Fangemeinde in Europa und natürlich auch in Deutschland.
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(lew)
Fotos: musichead.com.au
iTunes-Link (falls installiert): Klick







