Filmreview: Zen and Zero
Mittlerweile ein paar Jahre auf dem Markt, mit Preisen geehrt und von tausenden Surfen gesehen soll es doch noch ein paar wenige geben, die noch nicht in den Genuss dieses Streifens gekommen sind. Für all die, die ich darum beneide sich diesen Film zum ersten Mal anschauen zu dürfen, will ich ein paar Zeilen dazu schreiben.
Allerdings muss ich gleich in meinem ersten Satz feststellen dass Zen and Zero schwer bis gar nicht zu beschreiben ist. Es ist ein Surffilm der fast ohne die perfekte Welle auskommen muss, der ohne namhafte Surfer lebt und in dem auch schon mal ein Mini-Malibu beim Abreiten einer Welle beobachtet werden kann. Es ist die Reise ein paar österreichischer Surfer, die nichts anderes wollen, als möglichst viel Zeit im Wasser zu verbringen und einen Plan entwerfen der genau das zum Ziel hat. Sie stellen eine Nullrechnung auf die es ermöglichen soll drei Monate surfend zu verbringen ohne dafür bezahlen zu müssen. Dass dies auch in dieser Geschichte misslingt kann ich hier ruhig vorwegnehmen, denn im Grunde geht es nur darum einen halbwegs plausiblen Plan zu entwickeln, an den man glauben kann um möglichst viel Zeit im Wasser zu verbringen. Die Plausibilität dieses Unterfangens verkommt allerdings zur Zweitrangigkeit, denn es ist der Weg um dem es geht, nicht das Ziel wo immer es auch in jedem einzelnen von uns liegt. Auch das eine Erkenntnis des Films.
Inspiriert von Allan C. Weisbeckers Roman “In Search of Captain Zero” begeben sich die Surfer auf eben diesen Weg den Weisbecker damals genommen hat von den USA nach Costa-Rica um den Helden der Surfliteratur in seinem Paradies auf zu suchen und zu interviewen. Unterlegt von Italo Western Musik, live gespielt bei der Uraufführung des Films, die den Zuschauer in eine bisher nicht gekannte Stimmung versetzt, plätschert der Film dahin und dies meine ich im positivsten Sinne. Der Film nimmt einen in seinen Bann ohne aufzuregen, ohne Ahs und Ohs, ohne den überraschenden
Moment. Aber gerade das macht den Film einzigartig, sehenswert und für mich zu einem Klassiker des Surffilms. Es ist nicht die Suche nach der perfekten Welle, nicht die Suche nach dem besten Move, es ist der Sinn des Surfens der hinter diesem Film steckt und der ihn zu was Besonderem, nicht Vergleichbarem macht.
Ein Dankeschön an Marc für dieses tolle Review eines modernen Surffilmklassikers.









