29.06.2009

QGC 2009

Nach langem Hin und Her ist es gerade offiziell geworden: Die Quiksilver German Championships haben ein neues Zuhause!

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Die 13. und bisher größte deutsche Meisterschaft im Wellenreiten ist vorbei. Vom 29. September bis zum 2. Oktober 2008 wurden rund 180 Heats mit 188 Startern in den Disziplinen Open, Open Women, Longboard, Longboard Women und Bodyboard Open ausgefahren. Zudem kämpften die Senioren (mind. 28), Master (mind. 35), die Junioren (u. 18) und die Grommets (u. 16) um den Titel. 

 

Quiksilver-Star Kelly Slater stellt erneut unter Beweis: Er ist und bleibt der Beste. Zwei Stationen vor dem Finale steht der Sieger der ASP Dreamtour 2008 fest: Beim BillabongPro Mundaka im spanischen Baskenland hat Kelly Slater sich zum mittlerweile neunten Mal den Titel gesichert. Slaters Karriere als Profi-Surfer ist einmalig. Als einst jüngster und heute ältester Weltmeister seiner Disziplin hat er immer wieder die eigenen Rekorde gebrochen: Von 1992 bis 1998 wurde er sechs Mal in Folge Weltmeister, 2005 erfolgte das Comeback mit Titel Nummer sieben, im letzten Jahr wurde er zum SL8R getauft und in diesem Jahr surfte er zum neunten Mal auf den Olymp.

Wie im letzten Jahr konnte Kelly die ersten beiden Contests in Australien gewinnen und seine Serie in Fiji, Jeffreys Bay und Trestles fortsetzen. Nach dem nun uneinholbaren Vorsprung für den Amerikaner bleibt der Kampf um die Plätze 2-4 spannend. Mit Taj Burrow, Bede Durbidge, Joel Parkinson und Mick Fanning streiten sich vier Australier um den Titel des Vizemeisters. Es stehen noch zwei Wettkämpfe der ASP Dreamtour 2008 aus:, der Hang Loose Pro Santa Catarina/Brasilien und abschließend der Billabong Pipeline Masters/Hawaii.

Der stürmische Morgen offenbart eine tosende Brandung mit ordentlich Power. Dazu gesellt sich eine abartige Strömung. Schwierigste Bedingungen für die Créme de la Créme des deutschen Surfsports.

Zunächst schmeißen sich die Frauen in die Brecher. Mit gemischtem Erfolg, da es nur einige Hartgesottene ins Line-up schaffen. Die Vorrunden gleichen einem Überlebenskampf und nur die Ausdauerndsten erreichen Wertungen und den Sprung ins ersehnte Finale. Sonja Hönscheid, Eve Kreyer, Xenia Hebeler und Daniela Cramer treffen in einem letzten und entscheidenden Lauf aufeinander. Sonja legt fulminant los. Die Hardcore-Bedingungen machen es für die Anderen schwierig nachzuziehen. Daniela zeigt ihre Klasse mit einer super Welle gegen Ende des Heats und erhält die Spannung. Dann endlich erwischt auch Eva zwei gute Wellen und erscheint aussichtsreichster Rivale von Sonja zu sein. Allerdings erreicht Sonja mit Routine und Paddelpower weitere gute Wertungen und setzt sich in einem packenden Finale vor Eva und Daniela durch.

Open Class: Nico von Rupp
In einem sehr spannenden Finale bei äußerst schweren Bedingungen konnte sich der in Portugal lebende Nico von Rupp gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.

Bei gut double overhead Wellengröße, kurz nach Lowtide und mit starkem Onshore war es ein gutes Stück Arbeit bis in die Outside. Wegen der starken Strömung musste der 18jährige dreimal wieder raus an den Strand und per pedes gen nördlicher Begrenzung der Wettkampfzone sprinten.

Hier die finalen Ergebnisse des QGC 2008 als PDF Download:

Senioren-dm-2008

Open-frauen-dm-2008

Donnerstag, 2.10.08: Es ist soweit - wegen der ungünstigen Wellen- und Wettervorhersage für den morgigen Freitag werden die Finals heute gefahren. 

Und die Bedingungen sind nicht von schlechten Eltern. Wellen mit einer Größe von gut double overhead, starker Onshore-Wind und teilweise heftiger Regen verlangen den Surfern alles ab. Auf der anderen Seite wird so den Zuschauern wirklich spektakuläres Surfen und atemberaubende Wipeouts geboten, die deutlich machen, dass es hier wirklich um etwas geht. 

Tag der Entscheidung! Bei wechselhaftem Wetter und auflandigem Wind steht den Surferinnen und Surfern, die zum Teil in mehreren Klassen an den Start gehen, ein langer, anstrengender Wettkampftag bevor. Neben Surftechnik, Wellenauge und Wettkampferfahrung wird heute auch die konditionelle Verfassung den Ausschlag geben.

Am frühen Morgen sind die Wellen etwas schlapp, knapp brusthoch und vom Wind zerblasen. Schwierige Bedingungen, um gute Wertungen von den Judges zu erhalten. Wellenauswahl und sicher auch ein wenig Glück spielen eine entscheidende Rolle.